Sinngewässe Übersetzung des

Briefes von Jost Bühlmann, Moos aus dem Jahre 1757

Titel der Gült: Verschreibung von 300 Gl

Ablösigen Hauptguth gibt Jost Büöllmann im Moos in dem Kirchgang Reuen und der Grafschaft Willisau gesessen

Angegangen 1757.

Zinset jährlich 15 gl. auf hl. Wienächt.

Mannwerk = 36,36 Aren

1 Gulden (gl. Goldmünze) = 2 Pfund: 1 Pfd.=20 Schilling

Ungefähre Kaufkraft von 1 Pfund um 1700 herum 4-7 Franken.

Ich jost Bühlmenn im Reidermoos, in der Grafschaft Willisau erkläre hiermit, dass ich bei gesunden Sinnen mein haus verkauft habe und somit dem Inhaber dieses Brifes zur Ablösung vom Hauptgut 300 Gulden schulde.

15 Gulden Luzerner Währung sollen als Zins vom Inhaber dieses Briefes jährlich auf Weihnachten entrichtet werden, bis die Schuld bezahlt oder oder der Zins wieder auf 6 Jahre festgelegt und erneuert wird. Das alles soll geschehen nach Jetzungen der Gnädigen Herrn und Obern, ohne Kosten und Schaden.

Die Grösse des Hauptgutes beträgt 6½ Mannwerk (ein Mannwerk=36,36 Aaren) und grenzt erstens an die Ladengasse(Ledergasse)sofern man in die Güter fährt zum zweiten an die Weibel Matten, drittens an Martin Vogels Matten und viertens an des Besitzers übrige Matten.

Von dem verschriebenen Hauptgut ist zu verzinsen an eine gewisse Bruderschaft in Luzern 200 Gulden, der Büelpfrund in Sursee 120 Gulden, dem Johannes Bitter zu Wiggen(Wikon) 260 Gulden, der untern Kirche zu Reiden 25 Gulden bis sie abbezahlt nach gewohntem Recht soll nach gewohntem Rech!- diese Gült gelten die durch den Eid vor den Behörden bekräftigt worden ist, lauter besiegelter Copie.

Der 30.Christmonat 1757 ist der Tag der Begründung und Garantie, wie die ehrsamen und bescheidenen Ludwig Elmiger, Jost Stirnimann und Jost Meyer, alle Gerichtsmitglieder des Gerichtes Reiden einen Augenschein gemacht haben und eidlich ausgesagt, dass 1560 Gulden der Stadt Luzern Währung wohl seien richtig geschätzt und gewürdigt worden.

Wenn nach Abfassung und Erhalt dieses Briefes keine Bezahlung erfolgen würde, soll der Inhaber dieses Briefes nach Recht und Gerechtigkeit, sowie es Landes Brauch ist Kosten und Schaden - Vergütung erlangen.

Es soll aber die Zinsverschreibung, wie sie die Gnädigen Herrn und Obern ausgehandelt haben nur für eine Copie bezogen werden.

Zu wahrer Urkund der oben genannten Festlegung, habe ich Jost Bühlmann mit besonderem Fleiss und Ernst den hochweisen Herrn Ludwig Balthasar