Erste Maschinen

Es war für REIDEN von entscheidender Bedeutung, dass m Jahre 191 der Entschluss gefasst wurde, Werkzeugmaschinen herzustellen, Neben der Drehbankfabrikation wurden schon früh. auch andere Werkzeugmaschinen in das Farikationsprogramm aufgenommen, wobei es nicht immer leicht war, die Marktsituation richtiq einzuschätzen., So wird erzählt, dass ein Grossauftrag für Shappingmaschinen die MFR an den Rand des Abgrundes gebracht hat, weil der der Verkaufspreis mit Fr. 3000,- unter den Selbstkosten lag. Es war ein unsanftes Erwa­chen, als man feststellte, dass der Grossabneh­mer die Maschinen zu Fr. 12 000.--auf dem Markt verkaufte. Auch damals hat sich RE1DEN schon an die Herstellung sehr grosser und schwerer Maschinen gewagt, obwohl keine entsprechen­den Krananlagen vorhanden waren. Typisches Beispiel sind die grossen Gatter-Sägen, von denen heute noch einige im Einsatz stehen.

Holzbearbeitungsmaschinen

Bereits 1910 wurden in REIDEN die ersten Holzbearbeitungsmaschinen gebaut. Die Konstruk­tionen wurden ständig verbessert und moderni­siert und das Sortiment vergrössert. Viele Mitar­beiter erinnern sich heute noch gut an die Fabri­kation der Abrichtmaschinen, Dickenhobel­maschinen, Bandsägen, Astlochbohrmaschinen, Sägenschärfautomaten, Universalmaschinen, Kehl- und Zapfenschreidmaschinen.
Die «Holzigen», wie die Monteure der Holzbearbeitungsmaschinen genannt -wurden, waren gute Mechaniker die gerne bei einem Kunden eine bis ,40jährige Maschine reparierten, wenn dann ein gutes Glas Wein aufgestellt wurde. Noch anfangs der sechziger Jahre wurden die letzten Holzbearbeitungsmaschinen verkauft, doch sind sie dann durch die eine höhere Präzi­sion erfordernden Werkzeugmaschinen ver­drängt worden.
Maschinen- & Werkzeugfabrik Reiden
Holzbearbeitungsmaschinen

Drehbankfabrikation

Es sind wohl vor allem die Drehbänke, welche den Namen der Firma REIDEN in der ganzen Schweiz und weit über die Grenzen hinaus be­kanntgemacht haben. Da die ersten REIDEN Drehbänke bereits 1914 gebaut wurden, kann die Firma heute auf 65 Jahre Erfahrung im Drehbankbau zurückblicken.
Als F. Kunz 1936 die Direktion des Unterneh­mens übernahm wurde der Bau von Werkzeug­maschinen in neue Bahnen geleitet. Der Maschinenpark der Fabrik wurde erneuert, so dass mit modernen Produktionsmitteln bessere Maschinen gebaut
werden konnten. Zuerst Übernahm man in Lizenz die Fabrikation der EN- Drehbänke-, bald jedoch folgten eigene Kon­struktionen, w e die Typen R180, R 200, T185, S 250 und 8310 die sich durch ihre Handlich­keit in der Bedienung grosser Beliebtheit erfreuten.Hunderte von HEIDEN Drehbänken laufen in der ganzen Welt, wobei in stetiger Weiterent­wicklung bis zu den heutigen Typen A 200-2 und 1 200/260 die Maschinen auf dem modernsten Stand der Technik gehalten werden konnten.
Drehbankfabrikation

Fräsmaschinen

Im heutigen Fabrikationsprogramm der Firma REIDEN nehmen die Fräsmaschinen den wichtigsten Platz ein, wobei die verschiedensten Typen von relativ kleinen Universalmaschinen bis in 12 Tonnen schweren Bettfräsmaschinen gebaut werden.
Die ersten Anfänge der Fräsmaschinenfabrika­tion gehen schon auf das Jahr 1939 zurück. Es ist ein Zeichen einer guten und zweckmässigen Konstruktion, aber auch ein Beweis dafür, dass die -technische Entwicklung noch nicht im heuti­gen Eiltempo vorwärtsstürmte, dass die Typen HF 20130 und VF 20/30 weit über 20 Jahre ohne wesentliche Änderungen gebaut und verkauft werden konnten. 
Anfangs der sechziger Jahre wurde dann eine neue Generation Fräsmaschinen entwickelt, die den Einsatz moderner Fräswerkzeuge mit gros­ser Zerspanungsleistung ermöglichte.
Bis 25 kW Antriebsleistung konnten an der Arbeitsspindel abgenommen werden. Immer neue Ideen versuchten wir zu verwirkli­chen, um der starken internationalen Konkurrenz die Stirne bieten zu können. So entstand der REIDEN 2-Spindel-Fräskopf, der bis heute un­schlagbar ist in Bezug auf schnelles Umrüsten von Vertikalfräsen auf Horizontalfräsen. Wohl bietet diese Konstruktion einige Knacknüsse in der Fabrikation, und nur mit den genauesten Maschinen kann der Fräskopf hergestellt werden, aber im Einsatz wird diese Konstruktion ausserordentlich geschätzt.
Dank dem Können und dem  Know how langjähriger Mitarbeiter und dem Willen, nur höchste Qualität zu fabrizieren, gelingt es, im Internationalen Markt mitreden in können.
Die neueste Entwicklung auf dem Fräsmaschinengebiet stellen die REIDEN Bettfräsmaschi­nen BE 3 und BF 4 dar. Sie erlauben den Einsatz modernster CNC-Steuerungen, da sie mit Einzeltrieben, Gleichstrommotoren für alle drei Achsen ausgerüstet sind. Es ist typisch für den Stand der heutigen Technik, dass die Elektronik zum Teil die Mechanik verdrängt, wodurch auch unsere Firma gezwungen wurde, sich mehr und mehr mit Steuerungsfragen zu befassen.
Grossen Erfolg hat REIBEN momentan mit einer einfachen Handeingabe-Steuerung, die ohne Schwierigkeiten von jedem Maschinenarbeiter bedient werden kann. Wir stehen jedoch mitten in einer stürmischen Entwicklung, wo alle mit­helfen müssen, um an der Spitze mithalten zu können.
Fräsmaschine

Zürich, Depotwerkstätte, Arbeit an einer „Reiden“ Drehbank  R200 1978