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Gegen Ende des 16. Jahrhunderts begannen zahlreiche Ortschaften, ihr Zelgensystem teilweise oder ganz aufzulösen und die einzelnen Teile «einzuschlagen», d. h. mit Zäunen oder Hecken zu umgeben. Auch die Allmenden wurden vielerorts verkleinert, wobei es oft zu Siedlungen auf ehemaligem Allmendland kam. In vereinzelten Fällen entstanden eigentliche Taunerdörfchen, beispielsweise im 16. und 17. Jahrhundert in St. Erhard und im Reidermoos.
Der Weiler Reidermoos liegt nordnordöstlich vom Dorf Reiden (485-497 m.ü.M.), welche mit dem nördlich von ihm liegenden Weiler Klempen (500 m.ü.M.) zusammengewachsen ist. Nördlich dieser beiden Ortsteile befindet sich der stark bewaldete Klempenberg, der eine maximale Höhe von 651 m.ü.M. erreicht. Sonst gibt es nur noch Häusergruppen und Einzelgehöfte auf Gemeindegebiet. Der Weiler Reidermoos behauptet aber seit jeher einer gewissen Eigenständigkeit. Die noch weitgehend bäuerliche Struktur ist heute teilweise mit modernen Häusern durchsetzt. 1826 kaufte man das Haus Galizi im Reidermoos, wo man eine moderne Armenanstalt samt Webkeller einrichtete. Bis 1990 war im Reidermoos, der Sitz des Bürgerheims. Die Erstehungszeit der St. Anna Kapelle wird um 1750 geschätzt. 1811 Einweihung des ersten Schulhauses im Reidermoos. 1907 wurde das neue Schulhaus im Moos eingeweiht und dient immer noch voll seinem Zweck. Es wurde im Jahre 2000 einer grundlegenden Restaurierung unterzogen.
Das Reidermoos verfügt über eine eigene Primarschule 1-4 Klasse, sowie das Landrestaurant MOOS welches schon 1843 als Pinte erwähnt wurde. Einkaufsmöglichkeiten bestehen im Dorf Reiden. Neubauten der letzten Jahre waren meist Wohnbauten. Sie ermöglichen ein Wohnen in der Natur. Verschiedene Vereinigungen halten Traditionen aufrecht, bieten kulturelle Bereicherung und behaupten einen gesunden Dorfgeist.

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Moosgasse 2004

 

   
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